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Die Gründungsphase

Konkurrenz von Kohle und Öl erschwerte Anfang / Wechsel von Kokereigas auf Erdgas brachte GVG auf Kurs

Nicht in Hürth, Pulheim oder Erftstadt, sondern in Köln unterzeichneten Vertreter der Domstadt und der rhenag Rheinische Energie AG den Gründungsvertrag. Denn die GVG war eine Idee des rhenag-Vorstands Professor Fritz Burgbacher gewesen. Vor allem Gewerbe und Industrie westlich von Köln hatten ihren Bedarf an Gas angemeldet. Die meisten Haushalte allerdings heizten noch mit Kohle, die sie in der traditionellen Tagebauregion günstig als Deputate erhielten. Und auch die Städte und Gemeinden hielten die Energieversorgung mit Kohle und Strom für ausreichend.

Es dauerte daher sieben Jahre, bis der Vorschlag Burgbachers dann doch verwirklicht wurde. Die Wünsche der Wirtschaft waren immer drängender geworden, und die rhenag bot den Gemeinden für die notwendigen Investitionen eine langfristige Anleihe in Höhe von drei Millionen Mark an. Außerdem kochten bereits viele Haushalte in Nachbarstädten wie Brühl oder Bonn mit Gas. Es war zum Standortfaktor geworden – da wollte der Landkreis Köln Anschluss finden. So gründeten am 19. Januar 1956 im ersten Schritt die Stadt Köln (GEW-Werke) und die rhenag die „Gasversorgungsgesellschaft mbH im Landkreis Köln“. Im März kamen die Gemeinden Hürth, Wesseling und Rondorf sowie die Stadt Frechen und der Landkreis Köln als Gesellschafter hinzu.

Fürs erste kam das neue Unternehmen bei der rhenag unter. Im Gebäude am Kölner Bayenthalgürtel war für die noch kleine Firma mit ihren 9 Mitarbeitern genügend Platz. Zum technischen Geschäftsführer wurde Oberingenieur Gerhard Heerde bestellt, die kaufmännische Leitung übernahm die rhenag mit Hermann Stiewitz.

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