Dachheizzentrale | Heizgeräteaufstellraum im Dachgeschoß Bezeichnet den Heizgeräteaufstellraum im Dachgeschoß. Hauptvorteil dieser Anordnung ist der kurze Abgasweg und der damit verbundene geringere Installationsaufwand. |
Deflagration | Explosion in engerem Sinne Bei einer Deflagration schreitet die Reaktion infolge Wärmeleitung und adiabater Kompression mit Geschwindigkeiten von 10 - 500 m/s bis zur Schallgeschwindigkeit im nichtreagierten Medium. |
Deponiegas | Gas, das in Deponien entsteht In Deponien, Müllbergen mit Haus- und Gewerbemüll entstehen gefährliche Gase, sogenanntes Deponiegas. Damit im Deponiekörper kein Gasüberdruck entsteht, bei dem das Gas austreten und die Umgebung durch Gerüche, Pflanzenschäden und andere Emissionen schädigen könnte, müssen diese Gase abgesaugt werden. Heutzutage werden in die Deponien schon bei der Entstehung brunnenartige Schächte eingebaut, welche das Deponiegas sammeln und absaugen. Bei ausreichendem Gasanfall kann dieses Gas auch verwertet werden, z.B. in Verbrennungsmotoren zur Erzeugung elektrischer Energie. Hierfür wären allerdings erhebliche Investitionen zu tätigen. |
Detonation | durch eine Stoßwelle ausgelöste Reaktion Eine Reaktion, die von einer durch Explosion ausgelösten Stoßwelle verursacht wird, nennt man Detonation. Sie pflanzt sich mit der Geschwindigkeit dieser Stoßwelle oberhalb der Schallgeschwindigkeit im nichtreagierten Medium fort, wobei sie Geschwindigkeiten bis zu 40 km/s erreichen kann. Detonationen können beispielsweise in langgestreckten Behältern oder in Rohrleitungen auftreten und haben eine stark zerstörende Wirkung. |
Dichte | physikalische Einheit Die Dichte ist der Quotient aus Masse und Volumen eine Stoffes (Gase). |
Dichtheit | völliger Abschluß eines druckführenden Raumes gegenüber der Umgebung Die Dichtheit bedeutet den völligen Abschluß eines druckführenden Raumes gegenüber der Umgebung. Gasleitungen und gasführende Anlagen müssen vollständig dicht sein, so daß kein Gas austreten und ein explosives Gas-Luft-Gemisch bilden kann. Dazu werden die Leitungen einer Dichtheitsprüfung unterzogen und/oder abgeseift bzw. abgespürt. siehe auch Dichtheitsprüfung, Abpinseln für weitere Informationen. |
Dichtigkeit | siehe Dichtheit. |
Dichtigkeitsprüfung | Überprüfung einer gasführenden Einrichtung Dabei wird die Dichtheit einer gasführenden Einrichtung, wie z.B. Rohrleitung oder Anlage überprüft. Als Prüfmedium werden Wasser, Luft oder Inert- bzw. Betriebsgas verwendet. Dabei kann der nicht eintretende Druckabfall nach einer gewissen Zeit oder das äußere Abspüren die Dichtheit bestätigen. siehe auch Abpinseln. |
Dichtung | verhindert das ausströmen von Flüssigkeiten oder Gasen Eine Dichtung dient zum Abdichten der Trennfugen fest verbundener Maschinenteile, Gefäße oder Rohre. Sie soll verhindern, daß Flüssigkeiten oder Gase ausströmen können. Dichtungsmaterialien sind z.B. Gummi, Teflon, Hanf. |
Dienstbarkeit | Bereitstellung von Grundstücken Bei der Verlegung von Erdgasleitungen und dem Aufbau von gastechnischen Anlagen ist die Bereitstellung von Grundstücken durch an der Versorgung unbeteiligte Personen notwendig. Dies beinhaltet das sogenannte Wegerecht zum Betreten und Befahren der Flächen und die Regelungen für den Bau von Anlagen und Verlegung von Rohrleitungen. |
Dienstbarkeitsentschädigung | Entgelt zur Bereitstellung von Flächen zum Bau und zur Verlegung von gastechnischen Anlagenteilen Die Entschädigung für die Dienstbarkeit ist ein Entgelt für die Bereitstellung von Flächen zum Bau und zur Verlegung von gastechnischen Anlagenteilen. siehe weiter Dienstbarkeit. |
Diesel | Rudolf Diesel, Erfinder des Dieselmotors Rudolf Diesel, geboren am 18.03.1858 in Paris, gestorben am 29.09.1913 war ein Ingenieur. Er arbeitete zunächst im Bereich Kältetechnik und erfand später den Dieselmotor, auf den er 1892 sein Patent anmeldete. |
Dieselmotor | Selbstzünder Von Rudolf Diesel in Augsburg entwickelte Verbrennungskraftmaschine. Luft wird in einem Zylinder stark verdichtet, wodurch sie sich auf ca. 700 - 900°C erwärmen kann. In den Zylinder (Verbrennungsraum) wird flüssiger Kraftstoff eingespritzt, der sich an der Luftladung sofort entzündet. Dadurch wird der Kolben angetrieben und er bewegt sich abwärts. Dieselmotorten können sowohl als Vier- wie als Zweitakter arbeiten. Beidemale wird durch das aufwärts bewegen des Kolbens die Luft komprimiert und somit erhitzt. Der Aufwärtsgang dient beim Viertakter dem Auspuffen und der Abwärtsgang dem Ansaugen von Frischluft. Beim Zweitakter erfolgt das Auspuffen und Eindringen von Frischluft gleichzeitig beim tiefsten Stand des Kolbens. Zum Antrieb von Schiffen sowie im Eisenbahnbetrieb und bei Kraftwagen wird der Dieselmotor sehr häufig verwendet. |
DIN | Deutsches Institut für Normung e.V. DIN ist keine staatliche Instanz, sondern ein eingetragener Verein "Deutsches Institut für Normung e.V." mit Sitz in Berlin. Er wurde 1917 gegründet und stellt DIN-Normen auf und sorgt dafür, dass diese bei der Gesetzgebung und im Rechtsverkehr als Beschreibung technischer Sachverhalte herangezogen werden können. Das DIN mit seinen Organen ist die autorisierte nationale Vertretung in den Gremien der internationalen und der europäischen Normungsorganisationen. |
DIN-DVGW-Zeichen | wird auf die Normen des DIN-Regelwerkes für ein Produkt vergeben Wenn ein Produkt in der Gasversorgung eingesetzt werden soll, ist es notwendig, dass es die Kennzeichnung DIN-DVGW und eine Registernummer besitzt. Diese wird auf Antrag beim DVGW und bestätigter Prüfung auf die Normen des DIN-Regelwerkes für das Produkt vergeben. Die Verwendung des Zeichens bestätigt die technische und sicherheitstechnische Gebrauchsfähigkeit des Bauteiles. |
DIN-Normen | Regeln der Technik DIN-Normen dienen der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, der Sicherheit, dem Umweltschutz und der Verständigung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Rohrwerkstoffe, Werkstoffe der Armaturen sowie Prüf- und Bauausführungen von Sicherheits- und Regeleinrichtungen und Gasverbrauchseinrichtungen werden im Bereich der Gastechnik in DIN-Normen festgelegt. Zum Beispiel:
- DIN 2470 Teil 1 "Gasleitungen aus Stahlrohren mit Betriebsdrücken bis 16 bar; Anforderungen an die Rohrleitungsteile" - DIN 2470 Teil 2 "Gasleitungen aus Stahlrohren mit Betriebsdrücken von mehr als 16 bar; Anforderungen an die Rohrleitungsteile" - DIN 3380 "Gas-Druckregelgerät für Eingangsdrücke bis 100 bar" - DIN 4756 "Gasfeuerungen in Heizungsanlagen" - DIN 4788 "Gasbrenner |
Druckabfall | Absinken des Innendrucks in einem Bauteil durch ein Leck oder Temperaturunterschiede Der Druckabfall ist das Absinken des Innendruckes in einem Bauteil (Rohrleitung) bei der Dichtheitsprüfung bedingt durch ein Leck oder durch Temperaturunterschiede. |
Druckbehälter | ortsfeste Behälter zum Lagern von Flüssiggas Flüssiggas-Druckbehälter sind ortsfeste Behälter zum Lagern von Flüssiggas. Sie werden an ihrem Aufstellungsort befüllt. |
Druckbereich | Niederdruck, Mitteldruck, Hochdruck Die Betriebsdrücke von Gasleitungen werden üblicherweise in 3 Druckbereiche unterteilt. bis 0,1 bar = Niederdruck (ND) bis 1 bar = Mitteldruck (MD) über 1bar = Hochdruck (HD) Die Angaben werden in Überdruck angegeben. siehe weiter Überdruck, bar . |
Druckgasbehälter | ortsbewegliche Behälter für Flüssiggas Flüssiggas-Druckgasbehälter sind ortsbewegliche Behälter, z.B. Flüssiggas-Flaschen, die mit Flüssiggas gefüllt sind und nach dem Füllen zur Entnahme des Flüssiggases an einen anderen Ort verbracht werden. |
Druckminderer | Gerät zur Drosselung des Gasdruckes Für die Versorgung mit Erdgas ist es oft notwendig das Erdgas von einem hohen Druck (z.B. Leitungsdruck, Flaschendruck) auf einen niedrigeren Druck (z.B. Anschlußdruck) zu drosseln. Dabei werden Druckminderer oder Gasdruckregelgeräte eingesetzt. Die einfachste Variante der Druckreduzierung ist eine Drosselstelle, an der ein definierter Druckverlust erzeugt wird. |
Dunkelstrahler | Rohre, in denen Verbrennungsgase strömen Das sind Rohre, meist in U-Form, in denen Verbrennungsgase strömen. Ein Brenner, der an einem Rohrende montiert ist, verbrennt Erdgas. Ein Sauggebläse am anderen Rohrende erzeugt den nötigen Unterdruck für den Verbrennungsgastransport. Ein Reflektor, der über dem gesamten Rohrsystem angebracht ist, lenkt die nach oben abgestrahlte Wärme der Rohre in die zu beheizenden Bereiche. Durch die U-förmige Ausbildung des Strahlrohres ist die mittlere Oberflächentemperatur mit etwa 250 - 300 °C über die gesamte Länge annähernd gleich. Die relativ niedrige Oberflächentemperatur des Strahlrohres bewirkt keine Farbänderung des Rohres, es bleibt dunkel. Die abgegebenen Wärmestrahlen haben Wellenlängenmaxima im langwelligen Bereich. |
Durchlauferhitzer | siehe Durchlaufwasserheizer. |
Durchlaufwasserheizer | erwärmt im Durchlaufprinzip Das Warmwasser wird während der direkten Entnahme erwärmt, in dem es durch das Gerät fließt. Bei langen Strecken bis zur Entnahmestrecke kann es zu erheblichen Wasserverlusten kommen. Dies sollte bei der Auswahl des Erwärmungsprinzips beachtet werden. |
Durchleitung | Gastransport durch fremdbetriebene Gasleitungen Mit dem Begriff Durchleitung ist der Gastransport durch fremdbetriebene Leitungen beschrieben. Dies ist durch die Verbändevereinbarung möglich, in der festgelegt wurde, dass die Versorgung von Gaskunden auch durch nicht ortsansässige Unternehmen durchgeführt werden kann. (ähnlich wie liberalisierter Strommarkt). |
DVFG | Deutscher Verband Flüssiggas e.V. Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. ist der Dachverband der Flüssiggasbranche. Er hat seinen Sitz in: Westerbachstr. 23 61476 Kronberg/Taunus Tel.: 06173 - 92690 |
DVGW | Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches Der DVGW ist eine 1859 gegründete Vereinigung des deutschen Gas- und Wasserfaches. Er ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und neutral und er verfolgt ausschließlich sowie unmittelbar gemeinnützige Zwecke. DVGW Josef-Wirmer-Str. 1 - 3 53123 Bonn Tel.: 0228/91885 |
DVGW-Regelwerk | Regelwerk für den Bereich Gasversorgung Das DVGW-Regelwerk enthält technische Regeln für den Bereich der Gasversorgung. Es umfasst mehr als 100 Arbeits- und Merkblätter für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung von Gasanlagen. Der Inhalt der DVGW Arbeits- und Merkblätter wird in speziell dafür eingerichteten Gremien des DVGW erarbeitet und nach Prüfung und Eingabefristen veröffentlicht. |