Erdgasumstellung

AUS L WIRD H

Es ist beschlossene Sache: Das Gasnetz wird bis 2030 komplett auf H-Gas umgestellt. Grund zur Panik gibt es nicht. Der Netzbetreiber sorgt für einen reibungslosen Ablauf.

IN DEUTSCHLAND gibt es zwei Gasqualitäten:
L- und H-Gas. Der Unterschied liegt im Energiegehalt. Bei L-Gas ist er niedriger, bei H-Gas höher. H-Gas kommt beispielsweise aus Norwegen und Russland, L-Gas stammt vorwiegend aus den Niederlanden. Da dort die Förderung ausläuft, ist die sogenannte Marktraumumstellung unumgänglich. Während neue Heizkessel den höheren Energiegehalt des H-Gases automatisch erkennen, müssen ältere Modelle umgerüstet werden. Der Betreiber des Gasnetzes organisiert diese Arbeiten, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Versorgung kommt. Die Kosten werden mehrere Jahre über den Gaspreis auf alle Gaskunden in Deutschland umgelegt, sodass der einzelne Haushalt nur wenig belastet wird.

DIE UMSTELLUNG erfolgt zwischen 2020 und 2029 nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Zeitplan. Im Versorgungsgebiet der GVG geht es nach aktueller Planung 2021 in den Ortsteilen Habbelrath und Grefrath von Frechen los, der Rest folgt erst 2027. Rund zwei Jahre vor den Arbeiten vereinbart der Netzbetreiber mit den Gaskunden einen Erfassungsbesuch, bei dem alle Erdgasverbraucher und Gerätetypen registriert werden. So ist klar, welche Arbeiten notwendig sind und welche Ersatzteile der Monteur mitbringen muss. Etwa zwei Jahre später vereinbart der Monteur einen Termin und führt die Arbeiten aus. Bei jedem zehnten Haushalt wird die Umstellung später stichprobenartig geprüft. Alle Aktivitäten werden unter der Marke "ErdgasUmstellung“ geführt. Mehr Infos unter www.meine-erdgasumstellung.de

 

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Illustration: Adrian Sonnberger