Meldung

01.04.2019

Neue Wege für intelligente Mobilität

Die Referenten des diesjährigen EnergieForums eingerahmt von den beiden GVG-Geschäftsführern Phillip Erdle (links) und Werner Abromeit (rechts).

Die Referenten des diesjährigen EnergieForums eingerahmt von den beiden GVG-Geschäftsführern Phillip Erdle (links) und Werner Abromeit (rechts).

Die Referenten und Geschäftsführer Werner Abromeit (rechts im Bild) diskutierten mit Moderator Andreas Lange bei der Podiumsdiskussion über nachhaltige Verkehrskonzepte.

Die Referenten und Geschäftsführer Werner Abromeit (rechts im Bild) diskutierten mit Moderator Andreas Lange bei der Podiumsdiskussion über nachhaltige Verkehrskonzepte.

5. GVG-EnergieForum: Nachhaltigen Verkehrskonzepten gehört die Zukunft – Impulsgeber in Sachen Mobilität

Die mobile Zukunft im Rhein-Erft-Kreis zusammen gestalten und „regionales Netzwerken“ – aus diesem Antrieb sind zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden bei der GVG Rhein-Erft zum 5. GVG-EnergieForum in Hürth am 28 März 2019 zusammengekommen. Im Fokus stand das Thema Mobilität.

Die informativen Vorträge wurden von hochkarätigen Referenten präsentiert und inspirierten die 150 Gäste, darüber zu diskutieren, wie die Zukunft der Mobilität aussieht. Eröffnet wurde das Forum von Landrat Michael Kreuzberg, der die Bedeutung regionaler Mobilitätskonzepte deutlich machte. Der Rhein-Erft-Kreis plant diese in einer Reihe laufender Kooperationsmodelle, die den Blick über die Kreisgrenzen hinaus werfen. Dazu gehören Konzepte für den regionalen Stadtbahn- und Schienenverkehr, regionale Mobilitäts- und Verkehrsinfrastrukturpläne, die alle Verkehrsträger integrieren, moderne E-Mobilitätskonzepte und die neu aufgestellte kreiseigene Verkehrsgesellschaft. Die größte Herausforderung sieht er aber nicht in der Planung, sondern in der Realisierung.

Keynote-Speaker Professor Timo Leukefeld, Energiebotschafter der Bundesregierung und bereits zum dritten Mal Gast bei der GVG, fesselte die geladenen Manager, Politiker und Entscheider erneut mit seinem lebendigen Vortragsstil. „Urbane Verdichtung, Staus, Raumknappheit, die damit einhergehenden mangelnden Parkmöglichkeiten und nicht zuletzt die CO2- und Feinstaub-Belastung sind nur ein paar der Gründe, die neue Mobilitätskonzepte zwingend notwendig machen“, so Leukefeld während seines Vortrags. „Die Kombination von neuen Technologien mit bereits vorhandenen öffentlichen Transportangeboten, bis hin zu dem Einbinden und der digitalen Vernetzung aller vorhandener Fahrzeuge scheint eine flexible und nachhaltige Möglichkeit, dem Bedürfnis Mobilität in der Zukunft gerecht zu werden.“

Lars Nehrling, als Regionalleiter verantwortlich für die TSR Recycling GmbH & Co. KG Rhein-Ruhr (Metalltochter der Remondis in NRW) sprach darüber, wie man bei Remondis für Nutzfahrzeuge der Kreislaufwirtschaft ressourcenarme und saubere Alternativen gefunden hat. Im vergangenen Jahr startete das Unternehmen gemeinsam mit den Partnern GVG Rhein-Erft, Zukunft ERDGAS und IVECO ein Pilotprojekt, das die Abgas- und Lärmbelastung bei der Abfallsammlung signifikant reduziert. Anstelle herkömmlicher dieselbetriebener Müllfahrzeuge sind nun in Erftstadt und Pulheim innovative, klimaschonende erdgasbetriebene Entsorgungsfahrzeuge CO2 neutral mit Biogas unterwegs.

Maximilian Stark von dem Aachener Kraftfahrzeughersteller für Elektroautos e.2GO GmbH, konzentrierte sich bei seinem Vortrag vorwiegend auf die Antriebsart Strom, während Frank Still von der Toyota Deutschland GmbH mit seinem wasserstoffbetriebenen Toyota Mirai zum EnergieForum angereist kam und diese Technologie dem Publikum an vielen Praxisbeispielen erläuterte.

Dr. Andreas Witte vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen näherte sich dem Thema eher wissenschaftlich und stellte die provokante Frage: „Welche Mobilität können/wollen/müssen/dürfen wir uns zukünftig leisten?“ Abschließend zeigte er Praxisbeispiele innovativer Mobilitätskonzepte aus Düren und Aachen.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion mit Moderator Andreas Lange kamen die Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Energieversorgung noch einmal zusammen. „Es ist ein komplexer Weg zu einer umfassenden Verkehrswende“, so GVG-Geschäftsführer Werner Abromeit in der Schlussrunde. „Voraussetzung für die Umsetzung eines gelungenen Mobilitätskonzepts ist die Vielfalt der klimafreundlichen Antriebstechnologien – sei es Erdgas, Strom oder Wasserstoff – zu nutzen und sich nicht nur auf eine Technologie zu begrenzen. Dabei darf man auch gesellschaftliche Trends wie Car-Sharing, automatisiertes Fahren sowie die tragende Rolle des ÖPNV nicht aus den Augen verlieren. Uns liegt daran, dass die Region durch zukunftssichere, innovative Partnerschaften langfristig von neuen Mobilitätskonzepten profitiert. Mit unserem diesjährigen EnergieForum tragen wir dazu bei, dass das Thema Mobilität im Rhein-Erft-Kreis mehr in den Fokus rückt und die Beteiligten im Gespräch bleiben.“

Alle waren sich einig: Nur durch starke Kooperationen kann das Ziel Senkung von Emissionen und damit verbunden die Steigerung der Lebensqualität gemeinsam regional gestaltet werden. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, wie die Akzeptanz der Bevölkerung für Veränderungen, die durch neue Verkehrskonzepte entstehen, erhöht werden kann.

 

 

Zum Unternehmen GVG Rhein-Erft:

Die Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft (GVG Rhein-Erft) mit Sitz in Hürth-Hermülheim ist ein kommunal verankertes Unternehmen und der regionale Energieversorger für den Rhein-Erft-Kreis sowie die nördlichen, westlichen und südlichen Stadtgebiete von Köln. Das Unternehmen wurde 1956 gegründet und beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter. Über ein Erdgasnetz von ca. 1.700 km Länge liefert die GVG Rhein-Erft jährlich ca. 1,3 Milliarden kWh Erdgas für ca. 80.000 Kunden in den Rhein-Erft-Kreis und nach Köln. Unter der Marke „erftpower“ liefert die GVG in Erftstadt, Bergheim, Bedburg, Elsdorf und Kerpen auch Strom, ausschließlich aus Wasserkraft. Faire Preise sowie ein umfassender, persönlicher Service stehen dabei im Mittelpunkt. Die GVG Rhein-Erft engagiert sich konsequent für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und die Erhöhung der Energieeffizienz, um die Energiewende in der Region voranzutreiben.

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